Foto: Volksbank Beckum-Lippstadt eG
Gute Geschäftszahlen und umfassende Information über die angestrebte Fusion mit der VR Bank Westfalen-Lippe: Der Vorstand der Volksbank Beckum-Lippstadt konnte in vier regionalen Mitgliederveranstaltungen viel Positives mitteilen. Die Vertreterinnen und Vertreter entschieden dabei über Spenden für Projekte von Vereinen und gemeinnützigen Institutionen in Höhe von mehr als 55.000 Euro. Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffmann (zweiter von rechts) und Jörg Deutschmann, Mitglied des Vorstands (nicht im Bild) präsentierten den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der insgesamt vier Treffen die neue Bankzentrale in Lippstadt.
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Deutliche Unterstützungssignale für Verschmelzung.
Fünf Prozent Dividende vorgesehen. Mehr als 55.000 Euro an Spenden beschlossen.
Beckum/Lippstadt. Sie finden traditionell zweimal jährlich statt – einmal im Frühjahr, einmal im Herbst – und dienen dem Austausch des Vorstands mit den Mitgliedervertreterinnen und -vertretern: Die regionalen Gremiensitzungen der Volksbank Beckum-Lippstadt. Die sonst dezentral in Beckum, Wadersloh, Lippstadt und Geseke stattfindenden Treffen wurden in diesem Frühjahr alle in der neu errichteten Hauptstelle der Bank in Lippstadt durchgeführt. So konnten sich die insgesamt 250 Teilnehmenden ein Bild von der neuen Zentrale ihrer Genossenschaftsbank verschaffen. Geführt wurden sie durch die neuen Räumlichkeiten vom Vorstandsvorsitzenden Stefan Hoffmann und Jörg Deutschmann, Mitglied des Vorstands. Inhaltlich stand in diesem Jahr die geplante Verschmelzung mit der VR Bank Westfalen-Lippe im Mittelpunkt.
Doch ehe sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der insgesamt vier Treffen mit den damit verbundenen strategischen Fragestellungen beschäftigten, informierte Vorstandsmitglied Jörg Deutschmann über die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024. Und die konnte sich mit einem Wachstum des Kundengesamtvolumens, also der Gesamtheit des bilanziellen und außerbilanziellen Geschäftes, von 5,5 Prozent auf nun mehr als sechs Milliarden Euro und einem Jahresüberschuss in Höhe von 6,4 Millionen Euro nach 5,3 Millionen Euro im Jahr 2023 blicken lassen. „Mit Stolz und Dankbarkeit blicken wir auf dieses Resultat. Stolz, weil es Ergebnis eines funktionierenden Teamworks unserer rund 300 Mitarbeitenden ist. Und dankbar sind wir für die umfassende Kompetenz und das besondere Engagement aller Mitarbeitenden“, stellte Deutschmann heraus. Angesichts derartiger Zahlen kündigte das Vorstandsmitglied an, dass Aufsichtsrat und Vorstand der Vertreterversammlung empfehlen werden, eine Dividende in Höhe von fünf Prozent für die rund 41.000 Mitglieder der Genossenschaftsbank zu beschließen. Hierüber wird die Vertreterversammlung am 24. Juni 2025 ebenso entscheiden wie über die geplante Fusion.
Sie steht unter dem Motto „Tradition bewahren und Zukunft gemeinsam gestalten“, schilderte Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffmann. Dazu gehöre, dass sowohl die VR Bank Westfalen-Lippe als auch die Volksbank Beckum-Lippstadt die Überzeugungen einer mitgliederstarken Genossenschaftsbank, die sich ihren Mitgliedern und Kunden verpflichtet sieht, teilen. Zudem agieren beide Banken in ökonomisch wachsenden Regionen mit starken Unternehmen und hochqualifizierten Arbeitskräften.
Auf dieser Grundlage entstehen durch eine Fusion erhebliche Vorteile für die Mitglieder beider Banken. Stefan Hoffmann hierzu: „Die Geschäftsmodelle beider Banken ergänzen sich in idealer Weise. Eine Fusion würde daher nicht nur eine etwas größere Bank entstehen lassen, bei der Größenvorteile zum Beispiel in Form geringerer Stückkosten zu erwarten sind. Sondern es entstünden signifikante geschäftsstrategische Vorteile für beide Partner, die diese Verschmelzung sinnvoll werden lassen.“ So sei die Volksbank Beckum-Lippstadt neben ihren Stärken im Privatkundengeschäft vor allem als Finanzpartner des Mittelstands erfolgreich. Die VR Bank Westfalen-Lippe ist dank ihrer Wurzeln in der Familie der PSD-Banken eine beratende Direktbank mit hoch standardisierten und weitgehend digitalisierten Prozessen.
Im Ergebnis würde die Volksbank Beckum-Lippstadt vom Zugang zu einem weiteren attraktiven Geschäftsgebiet und einer umfassenden Stärkung des Eigenkapitals profitieren, was ihr ermöglichen würde, ihren Förderauftrag noch umfassender zu erfüllen. Zudem würde ihr unter anderem die zusätzliche Expertise im digitalen Banking sowie das erhebliche Wachstumspotenzial durch die effiziente Verknüpfung von Präsenzgeschäft und datengetriebenem Vertrieb nützen.
Etwas Weiteres käme, so Hoffmann, hinzu: „Insbesondere bei den regulatorischen Aufgaben sind Spezialistinnen und Spezialisten gefragt. Der Standort Münster mit seiner großen Universität wird uns den Zugang zu einem zusätzlichen Arbeitskräftemarkt erleichtern.“ Fusionsbedingte Kündigungen seien im Übrigen nicht vorgesehen. „Im Gegenteil: Wir brauchen jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter“, betonte der Vorstandsvorsitzende.
Argumente, die bei den Vertreterinnen und Vertretern auf fruchtbaren Boden fielen. Viele signalisierten während der Veranstaltungen und insbesondere in Gesprächen in kleineren Runden im Nachgang deutliche Unterstützung für den angedachten wichtigen strategischen Schritt der Volksbank Beckum-Lippstadt. Für eine Fusion ist die Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter beider Genossenschaftsbanken mit einer 75-Prozent-Mehrheit erforderlich. Noch in diesem Jahr sollen die Fusionsbeschlüsse rückwirkend zum 1. Januar 2025 getroffen werden. Zusammen wird die gemeinsame Bank ein Kundengesamtvolumen in Höhe von ca. 7,7 Milliarden Euro für fast 128.000 Kunden betreuen und von rund 74.000 Mitgliedern getragen werden.
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Asmus Schütt, Pressesprecher
Volksbank Beckum-Lippstadt eG